Erdwärmetauscher
Grundsätzliches: Der EWT ist ein horizontal verlegtes Rohrsystem, welches in oberflächennahen Erdschichten verlegt wird. In dieses Rohrsystem wird die vorhandene Umweltluft eingeleitet und mit geringer elektrischer Energie (Ventilator) zur weiteren Nutzung in das Gebäude zum Wärmerückgewinnungsgerät (WRG) transportiert. Auf dem Weg von der Lufteinlassöffnung bis zum WRG wird die Umweltluft auf eine mittlere Temperatur von über 0 °C gebracht. Je nach Jahreszeit kann so die temperierte Luft zur Gebäudekühlung oder zur Gebäudeerwärmung verwendet werden. Das Röhrensystem wird i.d.R. in einer Tiefe zwischen 1 bis 2 Meter unter OK-Gelände verlegt. Das Funktionsprinzip des EWT ist zwar einfach, allerdings ist die Planung aufgrund einer Vielzahl von wesentlichen Einflussfaktoren schwierig.
In den folgenden Zeilen möchten wir Ihnen einige dieser Einflussfaktoren vorstellen. Mit Absicht sind die Erklärungen in allgemeinverständlicher Sprache gehalten, um so jedem Interessierten mit einfachen Worten den hohen Nutzen des ETW versinnbildlichen zu können. |
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Ein Gebäude ist innerhalb einer Jahresperiode Umgebungstemperaturen ausgesetzt, die sich zwischen bestimmten maximalen Grenzen bewegen. Da das Gebäude im Mittel zwischen 20 °C (Winter) und 26 °C (Sommer) gehalten werden muss, ergibt sich die Notwendigkeit zu heizen oder zu kühlen. Bis zu einem gewissen Anteil kann genau dies von einem ETW erfolgen, wobei lediglich noch die Restdifferenz z.B. beim Heizen durch ein beliebiges Nachheizregister erfolgen muss. Die Grundvoraussetzung für den Betrieb eines EWT ist allerdings eine vorhandene bzw. geplante mechanische Lüftungsanlage für das Gebäude. Für eine ausreichend genauen EWT-Berechnung sind folgende Daten erforderlich: Einsatzort des EWT (PLZ): Heiz- und Kühllasten von Gebäuden hängen von Klimabedingungen ab. Die repräsentative Klimasituation wird dann über die bereitgestellte Postleitzahl (PLZ) ermittelt. Im zweiten Schritt wird das Erdreich definiert, welches den ETW umgibt. Man geht dabei von einem homogenen Erdmaterial aus. Im nächsten Schritt müssen wir erfahren, wie tief der Grundwasserspiegel liegt, und wie weit der EWT vom Gebäude entfernt sein soll. Zuletzt brauchen wir noch das beheizte Gebäudevolumen, die Wohnfläche und den ohne EWT zugrundeliegenden Jahresheizenergieverbrauch (kWh).
Anhand dieser Daten berechnen wir den optimalen EWT (erforderliche Rohrlänge, die Verlegetiefe und den Rohrdurchmesser, die Baukosten und den Nutzen in kWh). Der Bericht wird dann in ein "energetisches und wirtschaftliches" Optimum unterteilt: Amortisation: n-Jahre, bei einer seriös vorgegebenen Lebensdauer v. 25 Jahren Interner Zinssatz Preis der eingesparten Energie in ct/kWh Heizbetrag in kWh Kühlbetrag in kWh Temperatur vor und dem EWT (hier wird deutlich, wie hoch sich im Rohrsystem die Eingangstemperatur z.B. im Winter von -15 °C aufwärmt.
Die Energie-Spar-Möglichkeiten mit den vorgenannten Optimierungen sind angesichts der EnEV von höchster Priorität, eröffnen aber auch bei Bestandsimmobilien die Perspektive, welche Heizenergiekosten mit einem ETW noch gespart werden könnten.Mail zurück
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