25.10.2006
Energiepass kommt 2008
Berlin (dpa) - Hausbesitzer müssen nach
dem Willen der Bundesregierung von 2008 an einen Pass über den
Energieverbrauch ihres Gebäudes vorlegen. Darauf haben sich die zuständigen
Ministerien nach monatelangem Streit geeinigt. Allerdings soll die
Neuregelung der Energie-Einsparverordnung erst zum 1. Januar 2008 und damit
ein Jahr später als geplant in Kraft treten.
Für Gebäude mit bis zu vier Wohnungen, die
vor 1978 gebaut wurden, werde der strengere bedarfsorientierte Pass zur
Pflicht, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion,
Ulrich Kelber, am Dienstag der dpa in Berlin. Auch wer künftig Mittel aus
staatlichen Förderprogrammen bekommen möchte, muss einen Bedarfsausweis
vorlegen.
Bei allen größeren Gebäuden mit mehr als
vier Wohnungen kann der Eigentümer dagegen zwischen verbrauchs- und
bedarfsorientiertem Ausweis frei wählen. Bis die Neuregelung 2008 in Kraft
tritt, gilt für alle Hausbesitzer Wahlfreiheit zwischen den beiden Modellen.
Die Laufzeit des Energiepasses, der eine EU-Richtlinie umsetzt, beträgt
jeweils zehn Jahre.
Der am Bedarf ausgerichtete Energiepass
liefert Mietern und Käufern von Wohnungen oder Häusern Informationen über
den Gebäudezustand, Öl- oder Gasverbrauch, Wärmedämmung sowie Anreize für
Sanierungen. Der Verbrauchsausweis zeigt dagegen nur den reinen
Energieverbrauch der aktuellen Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung an.
Um den Energiepass hatten
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD)
und Bauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) monatelang gerungen. Gabriel hatte
den Verbrauchsausweis deutlich kritisiert. Dieser Pass sei unzureichend,
weil nicht einfach nur das Nutzerverhalten der Bewohner, sondern auch der
Bau an sich und die Heizanlagen begutachtet werden müssten.
SPD-Fraktionsvize Kelber sagte, er sei
sicher, dass der bedarfsorientierte Energiepass sich auf dem freien Markt
für den Großteil aller Wohnungen, die saniert oder verkauft würden,
durchsetzen werde. Diese Passvariante werde einen niedrigen dreistelligen
Euro-Betrag kosten. Immobilienverbände hatten den Bedarfsausweis als zu
teuer abgelehnt, Mieterbund und Umweltverbände sich dagegen für dieses
Modell eingesetzt. (Quelle: http://www.enev-online.de/)
22.12.2005 Energiepass Ja
oder Nein?
Das Energieeinspargesetz
ist vor kurzem im Bundesrat verabschiedet worden und tritt am 4. Januar 2006
in Kraft. Als Grundlage für die Umsetzung wird die DIN 18599 mit ihren 10
Teilen zuständig sein. Die sehr umfangreiche Norm ist nun vollständig
erschienen und schon verfügbar. Somit sind die Grundlagen für den
Energiepass von "nicht Wohngebäuden" geschaffen. Gleichzeitig werden die
neuen Berechnungsvorschriften in eine weitere Novellierung der „EnEV 2006“
einfließen.
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Der Energiepass kommt 2006
Bundesregierung plant CO2-Gebäudesanierungs-Programm auf 1,5 Milliarden Euro
aufzustocken. Ziel ist, dass jedes Jahr fünf Prozent des älteren
Gebäudebestandes energetisch saniert werden, sagte die Parlamentarische
Staatssekretärin beim Bundesbauminister, Karin Roth, auf dem „zukunft haus
Kongress 2005“ der Deutschen Energie-Agentur (30.11.2005) in Berlin.
Neben
der finanziellen Förderung plant die Bundesregierung 2006 Energieausweise
für den Gebäudebestand einzuführen, die für mehr Transparenz auf dem
Immobilienmarkt sorgen. In Kürze soll auch der Referentenentwurf für die
novellierte EnEV vorgelegt werden.
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Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlen.
Der Energiepass informiert Verbraucher objektiv, zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen.
In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil an den Betriebskosten. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet.
Mit dem Energiepass für Gebäude können schon beim Kauf, Bau oder Anmietung der Energiebedarf und die damit verbundenen Kosten einer Immobilie abgeschätzt werden.
Die EU-Gebäuderichtlinie, seit dem 4. Januar 2003 in Kraft, hat das Ziel vorgegeben: Bei jedem Mieter- oder Eigentümerwechsel in bestehenden Gebäuden muss ab Januar 2006 ein Energiepass vorgelegt werden, der deren Heiz- und Warmwasserkosten sowie den Zustand der Gebäudehülle transparent macht. Damit soll Wohnungssuchenden nicht nur die Entscheidung für ein "Energiesparhaus" ermöglicht, sondern es sollen so auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt auch Anreize geschaffen werden, Gebäude energetisch zu sanieren.
Fazit:
Da es sich um eine zwingende Pflicht handelt, geht kein Weg daran vorbei. Nutzen Sie deshalb sofort Ihre Chance, Ihr Gebäude noch rechtzeitig überprüfen zu lassen. Es darf davon ausgegangen werden, dass der Energiepass für ein Ein- oder Zweifamilienhaus um die 450 € kosten wird.
Wer sich von uns noch in 2005 den Energiepass erstellen lässt, kann rund 50% Preisnachlass erhalten. Mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung (04.Jan.2006) verliert der vorgenannte Preisnachlass seine Wirksamkeit.